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Pilze leben bekanntlich schon sehr lange auf dem Planeten Erde. Die ältesten Fossilien wurden auf bis 810 Millionen Jahre datiert. Diese Organismengruppe hat also schon fünf Aussterbephasen auf der Erde überlebt. Und auch für die sechste Phase, das Anthropozän mit großen menschenverursachten Umweltproblemen, sind sie zumindest in Bezug auf die Klimaerwärmung schon besser vorbereitet als die Menschheit. Vom Ende der Kreidezeit bis zum Beginn des Eozäns, also vor 65-55 Millionen Jahren, gab es eine lange Warmphase, die bis zu 150.000 Jahre angedauert hat. In dieser Phase sind durch Evolution unter hohem Existenzdruck aus oberirdisch (epigäisch) fruchtenden Pilzarten die Hypogäen (unterirdisch fruchtende Pilzarten) entstanden. Die Anpassung an Trockenphasen war so erfolgreich, dass wir auch heute noch mehr als 500 trüffelartige Pilzarten unterscheiden. Der Bildervortrag gibt einen Überblick zur Artenvielfalt und Lebensweise dieser faszinierenden Formen-Gruppe.

Dieser Vortrag wird rund 45 Minuten dauern.

Wenn ihr Interesse an dem Vortrag habt, klickt hier oben unverbindlich auf „Beitreten“ und am Tag vor der Veranstaltung werden auf dieser Seite die Zugangsdaten für die Videokonferenz für euch sichtbar sein. Ihr könnt der Gruppe nur beitreten, wenn ihr auf unserer Website angemeldet seid. Solltet ihr noch kein Konto haben, könnt ihr euch leicht neu registrieren.
Die Stachelsporige Mäandertrüffel (Choiromyces mäandriformis) ist ein Symbiont von Laub- und Nadelbäumen (c) Peter Karasch
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Eine Kindheit zwischen Blumentöpfen und Schmetterlingen mitten im Ruhrgebiet in der Gärtnerei der Großeltern und einige Urlaube auf Bauernhöfen in den österreichischen Alpen mit Pilzwanderungen haben ausgereicht, um bei ihm die Faszination für Natur und Pilze zu wecken. Obwohl in seiner Ausbildung als Landschaftsgärtner die Pflanzen im Vordergrund standen, haben es ihm die Pilze ganz besonders angetan. Seit 1994 ist er Pilzsachverständiger der → Deutschen Gesellschaft für Mykologie (DGfM) und mit Gleichgesinnten intensiv in die Mykologie abgetaucht.

2007 hat er sein Hobby zum Beruf gemacht und ist als Freiberufler sowie Projektmitarbeiter für den Nationalpark Bayerischer Wald und weitere Institutionen tätig. Seit Ende der 1990er-Jahre beobachtet, fotografiert und kartiert er Pilze und engagiert sich ehrenamtlich als Landeskoordinator der Deutschen Gesellschaft für Mykologie in Bayern für den Naturschutz und die Kartierung in Deutschland. Des Weiteren ist er im Team des Fachbeirates von NABU-naturgucker.de.

Bei der NABU|naturgucker-Akademie ist er gemeinsam mit Dr. Rita und Frank Lüder Autor des Lernangebots → Pilze 2. An der Erstellung des Lernthemas → Pilze 1 hat er ebenfalls mitgewirkt.
Peter Karasch, Foto (c) Annette Nigl
(c) Annette Nigl